Da diese Loktype in allerlei Ausführungen gebaut wurde, war sie für meinen Nachbau bestens geeignet. Bilder und div. Zeichnungen zum Massnehmen gab es reichlich im Internet.
Da ich zum gestalten meiner Modelle gerne auch "Schrottteile" mitbenutze, war der Blick in die Schrottkiste obligatorisch.
Es fand sich ein Arnold-Chassis von einer BR212 Diesellok komplett mit Motor, div. Drehgestelle und einen Kessel einer BR65 Dampflok.
Als nächstes erst mal einen Zeichnungsentwurf auf Millimeterpapier um die Machbarkeit mit den gefundenen Schrottteilen zu prüfen.
Ich hatte mir vorgenommen, daß mindestens die seitliche Kurbelwelle sich auch drehen sollte und dabei die drei Kolben bewegt. Also ab in die Werkstatt und das Modell mechanisch in Angriff genommen.
Durch ein kleines, neu entwickeltes Getriebe wurde das Drehen der seitlichen Kolbenreihe gelöst. Zum Einbau wurde das Chassis geteilt und um die Getriebebreite verlängert. Eine verlängerte Motorwelle ermöglichte dann auch weiterhin den Antrieb des vorderen Drehgestells.
Aber ein mitdrehen der seillichen Kardanwellen erwies sich dann doch zu schwierig, so das ich diese Idee nicht verwirklichte. Es war schon Problem genug, den seitlichen imitierten Kardanantrieb so beweglich zu bauen, daß die Lok auch den kleinsten Gleisradius durchfahren kann.
Aus vielen gefrästen, gebohrten, gelöteten und letztlich verschraubten Baugruppen wurde dann auf dem neu gestalteten Rahmen die Shay Lok nachempfunden.