Mal wieder hat es mich in den Fingern gejuckt ein Lok zu bauen. Meine Entscheidung fiel dieses mal zum Bau einer Climax Lok. Da es etliche Bauarten von dieser Loktype gibt, hatte ich einen grossen Spielraum für die Gestaltung meines Modells. Die "circa Bau-Masse" ermittelte ich über ein Bild einer original Climax Lok.
Climax Lok #9 der Hillcrest Lumber Co.LTD. Quelle: Wikidata
Ich wollte beim Nachbau möglichst viele vorhandene Bauteile aus der "Schrottkiste" verwenden. Es fand sich ein Kessel mit zerbrochenem Führerhaus einer BR65 von Pico, ein Motor von Fleischmann mit beidseitigen langen Motorachsen, sowie div. Schnecken- und Zahnräder. Als nächstes musste ich noch die Drehgestelle bestimmen. Die Wahl viel auf die Drehgestelle einer BR211 von Arnold. Die wurden dann noch kostengünstig bei Ebay ersteigert. Mit diesen vorhandenen Teilen begann ich dann meine Planung.
Aus Messingblech wurde einen Rahmen gefertigt, der sowohl den Motor, den Antrieb für die Dampfzylinder und den Antriebe für die Drehgestelle aufnehmen konnte. Es zeigte sich, dass die Motorachse verlängert werden musste, um auch das vordere Drehgestell anzutreiben. Dies wurde durch ein eigenes Schneckenlager für das vordere Drehgestell in Verbindung mit einer Klauenkupplung zur Motorachse ermöglicht. Zum Antrieb der Dampfzylinder wurde ein kleiner Getriebeblock entwickelt und dann im Rahmen verbaut.
Der Dampfzylinder und der komplette Rahmen von unten betrachtet
Nachdem der Rahmen mit allen Antriebseinheiten komplett aufgebaut war, wurde aus Messingblech ein Führerhaus und ein Tender gefertigt. Danach wurde der Kessel gekürzt, angepasst und mit den passenden Kesselaufbauteilen versehen. Auch wurden noch Leitern, Lampen, Griffe und sonstige kleine Zurüstteile angebracht. Um das "amerikanische" Aussehen hervorzuheben durfte natürlich auch ein Kuhfänger nicht fehlen.