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Das Problem Kehrschleife
Kehrschleifen stellen insofern bei Zweischienen-Zweileiter-Gleichstromsystemen, wie sie für die Spur N allgemein üblich sind ein Problem dar, weil sie nicht ohne weiteres gebaut resp. betrieben werden können.



Die Abbildung zeigt, wie bei einer Kehrschleife die gegensätzlichen Pole (Rote und blaue Schiene) an der Einfahrweiche aufeinander treffen. Dies führt zwangsläufig zu einem Kurzschluss.


Um den Kurzschluss zu vermeiden, muss das Gleis innerhalb der Kehrschleife also vom Rest der Anlage elektrisch getrennt werden.



Die Trennung der Gleise erfolgt an zwei Stellen, dabei werden beide Schienen getrennt. Das Gleisstück in der Kehrschleife ist somit komplett isoliert.

Der isolierte Gleisabschnitt muss nun wieder mit Strom versorgt und dermassen geschaltet werden, dass eine Lokomotive die Kehrschleife durchfahren und in gleichbleibender Fahrtrichtung verlassen kann. Sie muss bei der Ausfahrt also die richtige Fahrstrompolung vorfinden.


Eine Möglichkeit bietet die Steuerung mit zwei Fahrpulten




Hierbei wird die isolierte Abschnitt der Kehrschleife von einem eigenen Trafo mit Strom versorgt. Trafo 1 regelt die Stammstrecke, Trafo 2 die Kehrschleife. Bei Einfahrt eines Zuges in die Kehrschleife sind beide Trafos simultan eingestellt (Abb. A). Während der Zug die Kehrschleife durchfährt wird bei Trafo 1 der Fahrstrom umgepolt, d. h. in die gegensätzliche Richtung eingestellt (Abb. B).


Eine weitere Möglichkeit ist die Steuerung mit einem Umpolschalter



Die Kehrschleifenstrecke wird dabei direkt an den Fahrstrom angeschlossen. Der Anschluss der Stammstrecke erfolgt über einen doppelpoligen Umschalter. Während der Zug den Kehrschleifenabschnitt durchfährt, wird der Fahrstrom der Stammstrecke durch schalten des Umschalters umgepolt. Der Fahrregler wird dabei nicht bedient. Bei herkömmlichen Gleichstrom-Fahrpulten hat dies den Nachteil, dass die Fahrtrichtung des Zuges nach durchfahren der Schleife nicht mehr mit der Reglerstellung am Fahrpult übereinstimmt.


Noch eine Variante ist die Steuerung mit Gleichrichtern



Der Fahrstrom der Stammstrecke liegt dabei direkt an. Der Strom für den isolierten Abschnitt wird über Streckengleichrichter geregelt. Die Anordnung der Gleichrichter führt dazu, dass in Der Kehrschleife immer die gleiche Fahrstrompolarität eingehalten wird, unabhängig von der Einstellung des Fahrreglers.
Beim durchfahren der Kehrschleife wird nun der Regler am Fahrpult in die andere Fahrrichtung gedreht. Das führt zwar dazu, dass der Zug kurz anhält, danach jedoch in der gleichen Richtung weiter fährt und bei der Ausfahrt die richtige Polung des Fahrstroms, in Übereinstimmung mit der Stellung am Fahrregler, vorfindet.


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