Dank ihrer kleinen Masse konnte ich die Anlage in Leichtbauweise konstruieren. Der Unterbau ist mit verleimtem Panzerkarton trotz minimalem Gewicht sehr stabil und verwindungssteif ausgeführt, so dass die Anlage mühelos transportiert oder verstaut werden kann.
Auf das Einschottern der Gleise habe ich für einmal verzichtet. Statt dessen habe ich den Gleis- Untergrund mit einer Art Mörtel aus mit Streumaterial vermischter Acrylfarbe gestrichen, um das Schotterbett wenigstens anzudeuten. Die Wirkung ist gar nicht so schlecht.
Natürlich bietet die Anlage nicht Platz für lange Schnellzüge und schlanke Weichen, von grossen Bogenradien ganz zu schweigen.
Trotz der geringen Masse bleibt aber doch genügend Raum, um die Landschaft ansprechend und, gemessen an der Grundfläche, relativ grosszügig auszugestalten. Durch entsprechendes Zusammenspiel von Gleisverlauf und Landschaftsgestaltung lässt sich so auch auf kleinem Raum ein harmonisches Gesamtbild erzielen.
Aus der Idee, eine Zimmeranlage mit möglichst geringen Ausmassen zu bauen, ist schliesslich die Anlage Schildburg entstanden.
Der Gleisplan ist, bedingt durch die geringe Grundfläche, zwangsläufig sehr einfach gehalten. Auf der Fläche von lediglich ca. 99 x 60cm finden aber doch zwei Gleisovale Platz, so dass der Spielspass nicht zu kurz kommt. Der Betrieb kann in zwei getrennten Stromkreisen mit drei Zügen erfolgen.
Im inneren Oval, das mit einer Gleiswendel die Strecke verlängert, können zwei Züge verkehren. Der Fahrstrom der Gleise eins und zwei im Bahnhof wird dazu mit Minitrix Stopweichen ein- und ausgeschaltet.
Und so sieht die Anlage nach Ausgestaltung der Landschaft aus.
Ziel war, eine ansprechend gestaltete Anlage mit möglichst einfachen Mitteln und in absehbarem Zeitrahmen zu bauen. Ich denke, das Ergebnis nach rund drei Wochen Bauzeit kann sich durchaus sehen lassen.