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Auch beim entwerfen des Gleisplans sollte man sich soweit wie immer möglich am Vorbild orientieren. Die Bahngleise liegen ja nicht rein zufällig da, wo sie gerade sind, sondern zu einem bestimmten Sinn und Zweck.
Eine Hauptlinie verbindet beispielsweise die Bahnhöfe verschiedener Ortschaften. Industrieanschlüsse bedienen die ortsansässigen Gewerbebetriebe, die ihren Standort meist etwas ausserhalb haben. Eine Nebenbahn führt zu einem Endbahnhof einer kleineren abseits gelegenen Ortschaft usw.
Der Gleisverlauf sollte also soweit dies der Platz zulässt in eine glaubhafte Szenerie eingebettet werden.

Immer wieder wichtig zu betonen scheint es zu sein, die Anlage nicht mit Gleisen zu überladen. Auch hier zeigt der Blick auf das Vorbild, dass da keine vier Gleise parallel im Kreis herum führen.
Baut man nicht gerade einen Hauptbahnhof, einen Güterbahnhof oder ähnliches, wirkt eine Anhäufung von Gleisen eher unglaubwürdig. Eine Berglandschaft, bei welcher aus jeder Ecke ein Zug aus einem Tunnel auftaucht mag zwar unterhaltsam erscheinen, aber wenig realistisch. Natürlich wäre nun eine einfache Strecke auf drei Meter Anlagenlänge realistischer, aber doch eher langweilig. Es gilt also einen Kompromis zu schliessen und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Bahn und Landschaft zu finden. Wie dies tatsächlich aussehen mag, liegt letztlich im Auge des Erbauers. Aber es sei noch einmal gesagt, oft ist weniger eben doch mehr!
Überlegungen zum Gleisplan
Anlagenplanung
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Gleisplan und Landschaft
Wichtig bei der Planung ist sicherlich, den Gleisplan im Zusammenspiel mit der späteren Landschaft zu entwickeln. Oft sieht man Anlagen, bei denen möglichst "viel Gleis" auf die Platte gehäuft wird, was einen vorbildnahen Eindruck schon im Ansatz zunichte macht.
Auch wenn wir auf einer Anlage zwangsläufig zuerst das Trassee aufbauen, sollten wir uns stets bewusst sein, dass beim Vorbild die Landschaft zuerst da war. Das Gelände soll also nicht einfach noch irgendwie um die Gleise herum gebaut werden, sondern die Bahn soll durch die Landschaft hindurch führen.

Nun bauen immer noch viele Modellbahner ihre Anlage auf der berühmten "Platte", wobei die Gleise auch gleich direkt auf derselbigen liegen, also auf Ebene "0", wie dies das Schaubild in einfacher Form zeigt.
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Dieses "Gelände" wirkt doch sehr unnatürlich und langweilig. Da ja nun die Eisenbahn auch mal über Brücken oder durch ein Tunnel fährt, versuchen wir also auf diesem Wege die Landschaft aufzulockern.
Nun fährt die Bahn durch ein Tunnel und überquert anschliessend ein kleines Viadukt. Die Steigung zur Brücke wird im offenen Geländeteil durch einen künstliche Rampe überwunden, ansonsten bleibt das Gelände flach. Das wirkt alles noch nicht sehr glaubhaft. Da steht eine Brücke ohne wirklichen Grund in der Landschaft und ein Berg, der sich urplötzlich aus der sonst topfebenen Landschaft erhebt.
Versuchen wir es doch einmal anderst. Indem das Gleisniveau höher als die Grundplatte gelegt wird, kann ein coupiertes und somit viel natürlicheres Gelände entstehen. Der Berg in der hinteren Ecke wächst jetzt aus einem leicht hügeligen Gelände heraus und senkt sich in eine Vertiefung, die die Bahnlinie mit einer Brücke überwinden muss. Auch die Strasse führt jetzt unter der Bahn hindurch, dies sorgt gleichzeitig für eine optische Trennung der vorderen von der hinteren Anlagenhälfte, so dass die Kreisform nicht so sehr augenfällig wird.
Der Bahnhof liegt etwas von der Anlagenkante zurück gesetzt, so dass das Gelände nach vorne leicht abfallen kann. So wirkt die ganze Szenerie in die Landschaft eingebettet und nicht konstruiert.
Bahnhöfe und andere Gleisanlagen
Bahnhöfe, Güterbahnhöfe und Gleisanlagen in Industriebetrieben können sich über mehrere Kilometer ziehen. Sie brauchen also auch im Modell - auch wenn sie "modellbahngerecht" verkürzt und reduziert werden - ausreichend Platz, um glaubhaft dargestellt zu werden.
Ein Hauptbahnhof mit lediglich zwei Gleisen und Gleislängen von knapp einem Meter, dafür einem umso grösserem Aufnahmegebäude ist ebenso fehl am Platz wie der notdürftig noch in eine Ecke gezwängte Steinbruch.
Ebenso wird man bei einem kleineren Durchgangsbahnhof vergeblich das grosse Depot (zu deutsch: das BW) mit Drehscheibe und Ringlokschuppen finden.
Bahnhöfe erfüllen ganz bestimmte Aufgaben, die handkehrum wieder die Grösse des Bahnhofs definieren.
Beispiele finden sich hier in einer Übersicht zu verschiedenen
Bahnhofsarten und Bahnhofsanlagen.
Auch Güterbahnhöfe und Gleisanlagen der Industrie folgen einem bestimmten Zweck. Hier werden Güterwagen verschoben, neu sortiert, Waren umgeschlagen oder geliefert.
Es müssen also Gleise vorhanden sein, um Wagen abstellen zu können und zum rangieren, verschieben und neu ordnen der Waggons.

Im Depot werden die Lokomotiven gewartet und zum nächsten Einsatz vorbereitet. Depots finden sich bei Kopfbahnhöfen oder sonstigen grösseren Bahnhöfen, in denen Züge neu bespannt oder neu gebildet werden. So ist jede Lokomotive in einem Depot beheimatet, das für Unterhalt und Wartung der Maschine zuständig ist.
Ein kleineres Depot kann aber beispielsweise auch an einem Endbahnhof einer Nebenbahn liegen, wenn hier die Lokomotiven der Bahngesellschaft stationiert sind.

Wir sehen also, wenn wir uns am Vorbild orientieren, werden wir gewiss einen realistischeren, glaubhafteren Gleisplan entwickeln als wenn wir einfach ein paar Gleise auf der Platte im Kreis verlegen.
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Grundsätzliches
Bauarten
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Anlagenplanung
Anlagenbau
Bahnhöfe
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Gleispläne
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Der Gleisplan
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Gleisanlagen und Landschaft
Problem Gleisbogen
Wie wir gerade gesehen haben, machen willkürlich in der Landschaft verlegte Gleisbögen keinen Sinn. Verbindet die Bahn mit einem Streckenabschnitt zwei Bahnhöfe, tut sie dies auf möglichst direktem Weg. Kurven werden erst da notwendig, wenn es die Gegebenheiten im Gelände erfordern.
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Die Bedingungen auf einer Modellbahnanlage machen zwangsläufig Kurven notwendig. Ein "einfach so" in der Landschaft liegender Gleisbogen erscheint nun alles andere als sinnvoll. Es ist kein Grund für die Bahn vorhanden, einen Bogen zu machen.
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Also stellen wir der Bahnlinie ein "natürliches" Hindernis in den Weg, wie etwa einen Berghang dem sie ausweichen muss. Vielleicht führt die Strecke auch an einem Seeufer entlang. Die landschaftlichen Vorgaben erfordern somit jedenfalls eine Kurve im Gleisverlauf.
Nicht umsonst trifft man gerade bei kleineren Anlagen auf die beliebte "Mittelgebirgslandschaft". Die Geländeform lässt eine kurvige Gleisführung glaubhaft erscheinen ohne dass gleich ein Alpenmassiv gebaut werden muss.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Gleisbögen im Tunnel zu verstecken. Dies kaschiert nicht nur die engen Radien. Durch das verdecken der Kehrbögen wird eher der Eindruck eines Streckenausschnittes vermittelt.
Immer der Kante entlang
Leider sieht man immer noch sehr viele, auch grosse Anlagen, bei denen die Gleise fast zwangsmässig und so knapp wie auch nur möglich an der Anlagenkante entlang verlaufen. Dies wirkt doch sehr unharmonisch.
Überlegen wir noch einmal: Also, beim Vorbild war da zuerst eine Landschaft und dann wurde eine Bahnlinie in diese hinein gebaut. Die Bahn führt also durch die Landschaft hindurch und nicht an ihrem Rand entlang. Wir sollten also versuchen, diesen Gegebenheiten auch im Modell nachzukommen.
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Ein Beispiel für einen solchen Gleisplan sehen wir hier. Die Gleise nutzen die Fläche buchstäblich bis zum Rand aus und biegen in minimalen Radien um die Ecken. Das ist nicht sehr phantasievoll und wenig harmonisch.
In der geänderten Version sind die Gleise vom Rand zurück versetzt, die Bahnhofsgleise leicht schräg verlegt und die Radien grosszügiger bemessen. So bleibt auch mehr Platz, um die Landschaft anzudeuten. Es entsteht schon viel eher der Eindruck einer in das Gelände eingebetteten Bahnlinie.
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Das zweite Beispiel zeigt das selbe Problem bei einer grösseren Anlage. Gerade wenn mehr Platz vorhanden ist, wirken die parallel zur Anlagenkante geführten Gleise und die engen Gleisbögen doch eher wie eine Verlegenheitslösung denn wie ein durchdachter Gleisplan.

Auch hier wurden die Gleise mit grösseren Radien fliessender verlegt. Durch die Überführung können die Gleise mehr zur Anlagenmitte gezogen werden und es entsteht zwansgläufig ein coupiertes Gelände. Wenn wir uns jetzt noch vorstellen, dass die Gleise am hinteren Anlagenrand später durch die Landschaft verdeckt werden, entsteht ein viel gefälligeres Gesamtbild als im ersten Entwurf.
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