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Welcher Modellbahner träumt nicht irgendwann von der "ultimativen" Anlage mit dem grossen vielgleisigen Hauptbahnhof sowie angeschlossenem Depot - natürlich mit der obligatorischen Drehscheibe, der mehrere Meter langen zweigleisigen Paradestrecke für Schnellzugbetrieb mit vorbildlich langen Zügen und der Nebenbahn ins Gebirge, die auf hohen Brücken spektakuläre Schluchten überquert ...

Zu Beginn der Anlagenplanung dürften als wichtige Kriterien zu beachten sein: Wieviel Platz steht mir zum Bau meiner Anlage zur Verfügung? Wieviel Zeit kann ich dazu investieren und nicht zuletzt - was soll und darf das alles kosten?

Ein weiterer wesentlicher Punkt sind natürlich die persönlichen Interessen und Vorlieben des Modellbahners. Möchte ich möglichst viel Betrieb machen, eventuell sogar nach Fahrplan, sollen lange Schnellzüge auf der zweigleisigen Hauptstrecke verkehren oder gefällt mir der Betrieb der kleinen "Bimmelbahn" mit gemischtem Personen- und Güterverkehr besser?

Es gilt nun also, diese Aspekte in Einklang zu bringen, damit das geplante Projekt am Ende nicht zur ewigen Grossbaustelle verkommt, die Lust sich nicht zum Frust entwickelt.
Einsteigern in unser schönes Hobby sei an dieser Stelle wieder einmal empfohlen, "klein" anzufangen. Dies kann eine kleine in sich geschlossene Anlage sein oder ein Teilstück, welches später in eine grössere Anlage integriert werden kann. So lassen sich Erfahrungen und Kenntnisse in den erforderlichen Techniken sammeln und die Fingerfertigkeit beim bauen und gestalten üben. Dabei wird einem auch schon bald bewusst, wieviel Zeitaufwand nötig ist, um eine akkurat gestaltete Anlage zu bauen. Eine kleine, aber sorgfältig ausgearbeitete Anlage wird dem Erbauer am Ende mit Sicherheit mehr Freude bereiten, als die möglichst rasch dahin geworfene Grossanlage. Nicht selten enden solche euphorisch geplanten Grossprojekte als offene Baustelle auf dem Abstellgleis, weil der Erbauer den Aufwand schlicht unterschätzt hat.
Grundsätzliche Überlegungen
Das richtige Anlagenthema
Ausgehend vom vorhandenen Platz, den finanziellen Mitteln und den gestalterischen wie auch technischen Kenntnissen - wobei diese ja fortlaufend noch geübt und weiterentwickelt werden ("learning by doing") - lässt sich nun überlegen, welches Thema dargestellt werden soll.

Nun gibt es natürlich verschiedene Wege, zum Ziel zu gelangen. Möglicherweise ist schon ein bestimmter Wunsch für das Anlagenthema vorhanden. Dann gilt es zu entscheiden, ob und wie sich das Thema auf dem zur Verfügung stehenden Platz umsetzen lässt. Oder der Erbauer geht von einem sinnvoll gestalteten Gleisplan aus und entwickelt die dazugehörige Landschaft gleichsam im Zuge der Gleisplanung.

Letztlich wird die Grösse der entstehenden Anlage durch den zur Verfügung stehenden Raum definiert. Nun stellt sich die Frage, wie weit sich die im Geiste bereits bestehenden Vorstellungen auf dem tatsächlich vorhandenen Platz verwirklichen lassen.
Ohne Kompromisse wird eine Heimanlage in den seltensten Fällen auskommen. Trotzdem sollte man, um ein möglichst realistisches Gesamtbild zu erhalten, den Blick auf das Vorbild nicht verlieren. Es lohnt sich also, im Zuge der Planung die Platzverhältnisse zu berücksichtigen.

Wenn wir die Dimensionen beim Vorbild berücksichtigen, lässt sich der erträumte Grossstadtbahnhof auf zwei Meter Anlagenlänge kaum noch realisieren. Ebensowenig passt das Lokdepot mit grosser Drehscheibe und zwölfständiger Remise zu einem Durchgangsbahnhof mit gerade mal drei Gleisen. Gerade auf kleineren Anlagen wirkt eine einfache Nebenbahnszenerie sicher realistischer als das doppelgleisige Oval, auf dem zwei Schnellzüge mit vielleicht maximal drei Wagen am Zughaken der Lok ihre endlosen Runden drehen und alle zehn Sekunden wieder an der selben Stelle erscheinen.

Wichtig, um nicht einfach wild drauf los zu bauen und planlos Gleise "en Masse" zu verlegen ist es also, vorrangig ein Konzept zu erarbeiten, welches die gennanten Kriterien berücksichtigt. Ist ein Anlagenthema gefunden, welches sich nach den Möglichkeiten des Erbauers verwirklichen lässt, kann somit auch ein sinnvoller Gleisplan entwickelt werden.
Anlagenplanung
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Digital oder analog?
Die Frage, ob eine Anlage im digitalen oder analogen Betrieb gesteuert werden soll, lässt sich nicht so ohne weiteres pauschal beantworten.
Die heutige Digitaltechnik bringt viele Vorzüge mit sich. Mehrere Züge lassen sich auf dem selben Gleis steuern, ohne dass eine aufwändige Schaltung der Gleise mit Halteabschnitten erforderlich ist. Die digitale Ausstattung einer Anlage bietet auch die Möglichkeit einer Steuerung mittels Computer. An den Lokdecodern lassen sich Parameter wie lastgeregelte Geschwindigkeit, Beleuchtung und vieles mehr einstellen. Dazu gibt es inzwischen die verschiedensten programmierbaren Sounds. Wer solche technischen Spielerien mag, für den ist die Digitaltechnik sicherlich das richtige. Auch für grosse Anlagen oder solche, die von mehreren Personen betrieben werden, kann die digitale Steuerung ein Vorteil sein.
Ein wichtiger Aspekt ist der Kostenpunkt. Dass die Digitaltechnik nun mal ihren Preis hat, sollte man sich bewusst sein. Es gibt als Kompromis auch die Möglichkeit des gemischten Betriebes, so dass die Loks digital gesteuert werden, die Schaltung der Anlage jedoch konventionell, also analog erfolgt. Dies hält die Kosten in kleinerem Rahmen.
Ob sich nun das Fahrverhalten der Triebfahrzeuge durch die Digitalisierung tatsächlich verbessert ist ein "ewiger Streitpunkt", auf den wir hier nicht weiter eingehen wollen. Sicher ist, dass die Technik auch im analogen Betrieb inzwischen Fortschritte gemacht hat und auch analog gesteuerte Loks grösstenteils sehr gute Fahreigenschaften aufweisen. Auch dass eine digital gesteuerte Anlage einfacher zu verkabeln sein soll (zwei Strippen ans Gleis und fertig), ist eine Mär, die wir schnellstens wieder vergessen wollen.
Wer es also einfacher mag, für den ist die analoge Betriebsweise allemal ausreichend und das richtige. Es gilt also auch in dieser Hinsicht, die eigenen Vorlieben und Interessen abzuwägen.
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Grundsätzliches
Bauarten
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Anlagenplanung
Anlagenbau
Bahnhöfe
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Gleispläne
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Der Gleisplan
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