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Bäume aus Traubenästen
Auf dem Bild sieht man alles was man braucht um Bäume in klein und gross zu basteln. Es ermöglicht uns preiswert Bäume zu basteln,
die einzigartig sind.

Im einzelnen:
Nachdem ich euch die Materialliste gegeben habe ward ihr ja Trauben kaufen und seid fleissig am essen...

Dazu folgender Tipp: Die Trauben abdrehen nicht reissen, der Fruchtansatz sollte an den Ästen bleiben. Zum trocknen die leeren Äste nicht in eine Tüte quetschen oder in eine Schachtel, sondern auf einem Blatt Zewa oder Zeitung ablegen.
Den Trockenprozess kann man beschleunigen in dem man sie bei ca 50 Grad im Backofen trocknen lässt.
Unbedingt vorher den Küchenchef fragen ...
Nach dem anstrengenden Arbeiten mit dem Kokosseil wenden wir uns heute dem wohl wichtigsten Bestandteil unserer Bastelei zu, dem Holzleim. Er ist gewissermassen Formgebend und konserviert unsere Bäume. Ohne ihn würden unsere Bäume mit der Zeit verrotten.
Wir benötigen ihn in zwei Varianten: Verdünnt und eingedickt. Dazu nehmen wir zwei luftdicht abschliessende Gefässe, dies kann ein Becher oder auch eine Schüssel mit Deckel sein.
Für den verdünnten nehmen wir zwei Drittel Holzleim und ein Drittel Wasser und rühren es glatt. Für den eingedickten Leim füllen wir eine Menge in eine Schüssel und lassen diese offen stehen und zwar solange, bis genug Feuchtigkeit verdunstet ist, so dass er die Konsistenz von Pudding hat, also nicht mehr vom Pinsel tropft. Auch dieser Prozess kann im Backofen beschleunigt werden, aber immer rühren, so dass er keine Haut zieht. Sollte er zu fest werden, nicht mit Wasser verdünnen sondern mit frischem Leim.
© Bernhard Wernicke
von Bernhard Wernicke
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Und da wir ja nicht nur Trauben essen wollen, können wir uns dabei mit dem nächsten Bestandteil befassen dem Kokosseil.
Dieses bekommt man im Gartencenter ( Baumarkt ) oder einmal im Jahr bei Aldi. Dieses schneiden wir, am besten über einem kleinen Eimer, in ca 1cm grosse Stücke. Es kommt dabei nicht auf den mm an, aber lieber etwas kleiner als zu gross. Ich schneide immer so in etwa ein 2m langes Stück klein. Nichts ist ärgerlicher als wenn nicht genug Material da ist. Wenn das Kokosseil geschnitten ist müssen die Stücke aufgedrillt werden.
Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass billigere Seile lockerer verdrillt sind als teure. Bei meinem Seil gelingt es mir durch reiben in der Hand.
Wenn die Stücke aufgedrillt sind, im Eimer mit Wasser bedecken und die Fasern über Nacht entspannen lassen. Dann über einem Sieb abkippen und die Fasern auf einem Stück Papier ausbreiten und trocknen lassen. Wenn sie trocken sind in einem verschliessbaren Gefäss aufbewahren.
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Bevor wir nun anfangen, unsere ersten Bäume zu basteln ein paar Sätze vorweg. Wir brauchen Fantasie, Kreativität und Mut.
Fantasie, um uns vorzustellen, wie
der Baum, wir haben ja nur Trauben-
äste in der Hand, später aussehen
könnte.
Kreativität ist das, was ich versuche
zu vermitteln. Die Fähigkeit, aus
verschiedenen Materialien etwas zu
schaffen.
Und Mut, den ersten Schritt zu Tun.

Angst brauchen wir keine zu haben.
Warum auch, wir basteln Bäume,
ohne uns um Arten zu kümmern und
ohne uns um Wuchsformen oder
andere artenspezifische Besonder-
heiten zu kümmern. In der Natur ist
keine Wuchsform unmöglich.
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Wir nehmen die trockenen Ästchen halten sie aneinander bis wir zwei, drei gefunden haben, die aneinander passen. Ein kleiner Seitenschneider ist mir dabei hilfreich kleine Ansätze zu entfernen. Hat der Baum Stamm und Krone werden die Ästchen mit ein oder zwei Partyklammern fixiert. Manchmal reicht auch ein Ästchen um einen Baum darzustellen. Für die kleinen Bäume reicht meistens ein kleines etwas verzweigtes Stück, Stamm sollte natürlich vorhanden sein. Habe ich meinen ersten Baum mit Klammern fixiert, schneide ich ein Stück vom Blumendraht ab und klemme dies in die Klammern mit ein. Diesen Draht, der nun unterhalb des Stammes rausragt brauchen wir zum abstellen und später zum befestigen auf der Anlage. Bei den kleinen Bäumen kann auf den Draht verzichtet werden. Ich gehe nun meist hin und fixiere die Äste und den Draht mit etwas Sekundenkleber und kann so die Klammern, wenn der Kleber trocken ist entfernen. Man könnte sie auch daran lassen, aber dann wird das erste einstreichen mit Leim schwieriger.
Jetzt beginnt unsere Arbeit an den Bäumen mit dem eingedickten Holzleim. Dazu nehmen wir die Bäume vorsichtig an der Krone und streichen mit einem dicken Pinsel den Leim, er tropft ja nicht mehr vom Pinsel, den ganzen Stamm entlang. Füllen dabei Rillen und Fugen auf und verstärken die Astansätze. Zum trocknen stecken wir die großen Bäume auf das Brett und die kleinen legen wir so auf die Krone das der Stamm nicht das Brett berührt. Sie kleben sonst hervorragend fest. Trocknen lassen und zumindest bei den grossen ein zweites Mal wiederholen.
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Nach dem trocknen kontrollieren wir, ob an den grossen Bäumen noch Rillen und Fugen sind. Wenn ja, müssen wir die Prozedur an den Grossen wiederholen. Bei den kleinen reicht es in der Regel, einmal mit dem dicken Leim drüber zu gehen.
Also nehmen wir einen Baum am Stamm und streichen in komplett mit dem verdünnten Leim ein. Bitte sorgfältig arbeiten, er muss wirklich ganz mit Leim bedeckt sein und aussehen, wie mit Zuckerguss überzogen. Diese Arbeit muss zweimal gemacht werden. Viel hilft in diesem Fall nicht viel, da der Leim beim abstellen auf das Brett wieder nach unten läuft und die Bäume am Brett festkleben. Da dies trotz sorgfältiger Arbeit fast nicht zu verhindern ist, kontrolliere ich immer ob die Bäume nicht festkleben.
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Sind die Bäume nach dem zweiten einstreichen trocken, nehme ich Holzschleifstaub, vermische ihn mit verdünntem Leim und streiche vor allem die Stämme der grossen Bäume damit ein. Beim trocknen gibt der Schleifstaub Farbe ab und es entsteht eine etwas rauhe Rindenstruktur.
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Nachdem alles getrocknet ist wollen wir mit der Bemalung beginnen. Dazu brauchen wir die wasserlöslichen Farben in grün, grau braun und schwarz. Davon machen wir jeweils einen Klecks auf einen alten Teller und geben noch klares Wasser dazu.
Ich mache es immer so: Ich tupfe den dicken Pinsel in alle vier Farben, dann ins Wasser und beginne direkt auf dem Baum zu verstreichen. Es entsteht ein Gemisch, das mal grün, braun oder graustichig ist. Dieses kann nach belieben im nassen Zustand abgewandelt werden. Es sollte auf jeden Fall der ganze Baum bemalt werden.
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Wenn wir alle Bäume bemalt haben und die Bäume trocken sind, können wir mit dem nächsten Schritt weiter machen.
Dazu nehmen wir den verdünnten Leim und die Kokosfasern, die wir in eine Schachtel geben. Nun streichen wir die ehemaligen Fruchtansätze und evtl andere Spitzen - und nur diese - mit Leim ein. Dabei halten wir den Baum am unteren Bereich des Stammes fest.
Nun halten wir den Baum über die Schachtel und streuen mit einer streuenden Bewegung die Kokos-
fasern über den Baum. Wenn wir dabei den Baum drehen erreichen wir Problemlos alle zu bestreuenden Bereiche.
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Nun nehmen wir einen Baum am Stamm und streichen im inneren Bereich des Baumes die Fasern ein, halten ihn dann über die Schachtel und streuen grosszügig Streu , mit einer drehenden Bewegung des Baumes, darüber.
Kräftig abklopfen und vorsichtig abstellen. Ich stelle die Bäume jetzt vorsichtig mit einer Pinzette oder Zange ab um die feuchten Fasern nicht zusammen zudrücken und miteinander zu verkleben.
Wenn alle Bäume so behandelt sind kann man in der Regel mit den ersten weiter machen.
Wir streichen nun die äusseren übrig gebliebenen Fasern mit Leim ein und nehmen nun das hellere Streu und streuen mit der gleichen Technik das Streu darüber.
Nach dem abklopfen den Baum kontrollieren und die Stellen ohne Streu nachbehandeln.
Abstellen und fertig ist der Baum.

Viel Spass und Freude an den selbstgebastelten Bäumen!
Kräftig abklopfen und abstellen zum trocknen.

Wenn wir fertig sind könnten sie wie auf dem Bild aussehen.
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Es folgt das Finale für unsere Bäume. Dazu nehmen wir den verdünnten Leim und geben das dunklere Micro Streupulver in eine Holz- oder Papierschachtel. Wegen der statischen Aufladung kein Plastik.
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