9mm_bg_984_02.jpg
9mm_bg_984_02.jpg
9mm_bg_984_01.jpg
9mm_bg_984_06.jpg
9-mm_anlagenbau002005.gif
Bahnhof
9-mm_anlagenbau002004.jpg
Der Bahnhof
Bahnhofsarten
Umgangssprachlich ist ein Bahnhof eine Anlage, an der Reisende die Züge besteigen oder verlassen. Oft ist auch das Bahnhofsgebäude selbst gemeint, das in der Fachsprache als Aufnahmegebäude (in Deutschland: Empfangsgebäude) bezeichnet wird.
 
In der Schweiz wurde früher nach Grössenordnung zwischen Bahnhof und Station unterschieden. Heute werden die beiden Begriffe synonym verwendet. Die Definition in der Fahrdienstsprache schliesst auch Güterbahnhöfe, Rangierbahnhöfe und Dienststationen mit ein:
"Ein Bahnhof ist eine Anlage innerhalb der Einfahrsignale, wo solche fehlen innerhalb der Einfahrweichen, zur Regelung des Zugverkehrs und der Rangierbewegungen, meistens mit Publikumsverkehr.“

In Deutschland gehört der Bahnhof als Betriebsstelle zur Gruppe der Zugmeldestellen und ist wie folgt definiert:
"Bahnhöfe sind Bahnanlagen mit mindestens einer Weiche, wo Züge beginnen, enden, ausweichen oder wenden dürfen.“
 
In Österreich muss ein Bahnhof Signale, jedoch nicht zwingend eine Weiche aufweisen:
"Bahnhöfe sind Betriebsstellen, in denen Züge beginnen, enden, oder einander ausweichen können. Bahnhöfe werden von Einfahrsignalen oder Trapeztafeln begrenzt."
Die verzweigten Gleisanlagen, die zur Zugbildung und zur Zugauflösung, also dem Rangieren dienen, können beim Vorbild, insbesondere bei grossen Güterbahnhöfen, durchaus mehrere Kilometer (!) lang sein. Wenn wir in Betracht ziehen, dass 1000 Meter für die Spur N umgerechnet 6.25 Meter entsprechen, sehen wir schon, dass die Vorstellung einer massstäblichen Nachbildung solcher Gleisanlagen, zumindest für den "gemeinen" Modellbahner ins Reich der Utopie gehört.
Es gilt also vielmehr, eine Bahnhofsanlage in zwar vereinfachter, aber glaubwürdiger Form so zu gestalten, dass die erforderlichen Verschubbewegungen durchgeführt werden können.

Der Rangierdienst im Güterverkehr wird meist auf eigenen Verschub- und Abstellbahnhöfen abgewickelt. Hier wird jeder einlaufende Zug - oft mit Hilfe eines Ablaufbergs - zerlegt und die einzelnen Wagen nach ihrem Betimmungsort sortiert, zu neuen Zügen zusammengestellt oder den Verladegleisen oder Abstellgleisen zugeführt.

Die Zugbildung im Personenverkehr ist wohl weniger aufwendig, benötigt jedoch ebenfalls ausreichend grosse Gleisanlagen zum Verschub und zum Abstellen ganzer Zuggarnituren.
Der Rangierdienst in einem Endbahnhof umfasst hauptsächlich den Lokwechsel,das Ein- und Ausziehen der Garnituren von und zu den Perrons, das Abstellen der Wagen auf Abstellgleisen zur Reinigung und Wartung, sowie den Verschub zum Einsetzen weiterer Wagen.
In einem Zwischenbahnhof zählen das An- und Abhängen von Kurswagen oder das verschieben von Güterwagen von oder zum Ladegleis zu den Hauptaufgaben des Rangierdienstes.
Ihrer Funktion nach können wir Bahnhöfe grundsätzlich in Personenbahnhöfe und in Güterbahnhöfe unterscheiden. Eine Bahnhofsanlage kann nun aus mehreren Teilen verschiedener Funktion bestehen. Gerade bei kleineren und mittleren Bahnhöfen liegen die Gleise zur Güterabfertigung meist unmittelbar beim Personenbahnhof. Bei vielen grossen und manchmal auch bei mittleren Bahnhöfen ist ein Lokdepot angeschlossen.
Durchgangsbahnhof  - Der Durchgagsbahnhof (Unterwegsbahnhof, Zwischenbahnhof) ist die am häufigsten anzutreffende Bahnhofsbauart. Hier laufen eine oder mehrere Strecken in gleicher Richtung durch das Bahnhofsgelände.
Kopfbahnhof  - Der Kopfbahnhof oder Sackbahnhof ist die älteste Bauart. Hier enden eine oder mehrere Strecken in Stumpfgleisen. Eine Durchfahrt ist also nicht möglich.
Endbahnhof  - Der Endbahnhof ist eine dem Kopfbahnhof ähnliche Bauart. Der Endbahnhof bietet jedoch die Möglichkeit zur Durchfahrt und zum Gleiswechsel am Kopfende.
glpl_bhf_1.jpg
glpl_bhf_2.jpg
glpl_bhf_3.jpg
Abzweigbahnhof  - In einem Abzweig- oder Trennungsbahnhof zweigt, wie es der Name schon sagt, mindestens eine Strecke ab. Im Unterschied zum Anschlussbahnhof ist der Übergang eines Zuges von einer zur anderen Strecke möglich.
glpl_bhf_4.jpg
Anschlussbahnhof  - Bei einem Anschlussbahnhof handelt es sich um einen Durchgangsbahnhof an einer Hauptstrecke, an den ein Kopf- oder Endbahnhof einer Nebenbahn (oft auch anderer Spurweite) angeschlossen ist. Eine betriebliche Verknüpfung besteht dabei nicht. Fahrgäste müssen daher umsteigen und Güter müssen umgeladen werden.
glpl_bhf_5.jpg
Berührungsbahnhof  - Ähnlich dem Anschlussbahnhof ist der Berührungsbahnhof, eine seltene Bauweise. Beim Berührungsbahnhof besteht im Grunde aus zwei Durchgangsbahnhöfen verschiedener Bahngesellschaften, die betrieblich nicht miteinander verbunden sind.
glpl_bhf_6.jpg
Kreuzungsbahnhof  - Als Kreuzungsbahnhof wird ein Bahnhof bezeichnet, in dem sich mindestens zwei Strecken kreuzen. Treffen mehrere Strecken aufeinander, spricht man auch von einem Knotenbahnhof.
glpl_bhf_7.jpg
Gemeinschaftsbahnhof  - Im Gegensatz zum Anschluss- oder Berührungsbahnhof wird der Gemeinschaftsbahnhof von mehreren Bahngesellschaften gleichzeitig benützt. So sind beispielsweise Grenzbahnhöfe oft Gemeinschaftsbahnhöfe.
Systemwechselbahnhof  - Im Systemwechselbahnhof wechselt die Stromversorgung der Fahrleitung. Sofern nicht mehrsystemfähige Triebfahrzeuge eingesetzt sind, müssen die Züge hier neu bespannt werden.
Spurwechselbahnhof  - In einem Spurwechselbahnhof treffen Strecken mit verschiedenen Spurweiten aufeinander. Die Passagiere müssen hier umsteigen und die Fracht umgeladen werden, wenn nicht die Möglichkeit zum umspuren der Fahrzeuge besteht.
9-mm_anlagenbau002001.jpg
Bahnhofsanlagen
Bahnhofsarten
Betrieblich lassen sich Bahnhöfe wie folgt unerscheiden:
9mm_head_012.jpg
9-mm_anlagenbau002003.gif
nach oben
9mm_btn_line.jpg
9-mm_anlagenbau002002.gif
9mm_btn_line.jpg
Startseite
9mm_foot_748-26.jpg
Startseite
Anlagenbau
9mm_btn_line.jpg
9-mm_anlagenbau002001.jpg
9-mm_anlagenbau002001.jpg
Bahnhöfe
9-mm_anlagenbau002001.jpg
Gleispläne
Anlagenbau
9-mm_anlagenbau002001.jpg
Anlagenplanung